Leitbild


Der Arbeitsbereich Sportpsychologie widmet sich der Erforschung menschlichen Verhaltens und Erlebens im Kontext Sport und Bewegung. Hier findet sowohl das Bestreben der sportlichen Leistungsverbesserung als auch die gesellschaftliche Verbreitung einer gesteigerten körperlichen Aktivität, Gesundheitsförderung und Erziehung durch Sport Berücksichtigung. Unser Ziel ist es hierbei spezifische Kognitionen und Emotionen zu erfassen, deren Einflussfaktoren und Bedingungen zu erforschen, Handlungen und Prozesse von Personen und Gruppen zu verstehen und praktische Empfehlungen bzw. gezielte Interventionen abzuleiten und zu evaluieren.

Das Arbeitsfeld der Sportpsychologie verstehen wir in dem interdisziplinären Feld der Sport- und Bewegungswissenschaft und in der Zusammenarbeit mit nahestehenden Disziplinen, wie der Psychologie, der Sozial- und Kulturwissenschaften, der Pädagogik und der Gesundheitswissenschaft. Wir erstreben eine enge Kooperation auf lokaler, nationaler, europa- und weltweiter Ebene, mit verschiedensten Bevölkerungsgruppen, SportlerInnen, TrainerInen, Vereinen, Verbänden und weiteren Initiativen und Institutionen im genannten Arbeitsfeld.

Die Lehre und Forschungsaktivität des Arbeitsbereiches und die daraus resultierenden Erkenntnisse stehen stets im Zeichen des Erhalts, bzw. der Erweiterung des gesellschaftlichen Wohls. Dies beinhaltet die Steigerung der Möglichkeiten von sportlich, sozial und gesundheitlich benachteiligten Personen und Gruppen.


Schwerpunkte des Arbeitsbereiches sind:

  • Analyse der Wirkweise von Feedbackprozessen im Sport
  • Sportspezifische Entscheidungsprozesse von AthletInnen und SchiedsrichterInnen
  • Entwicklung und Validierung sportpsychologischer Diagnostik
  • Motivstrukturen bei verschiedenen Sportarten
  • Motivationale und volitionale Prozesse von Gesundheits- und Sportverhalten im Zusammenhang mit soziokulturellen, geschlechtsspezifischen und Umgebungsfaktoren
  • Evaluierung von bewegungs- und trainingstherapeutischen Konzepten und Interventionen 
  • Bewegungs- und Trainingstherapie mit Kriegs- und Folterüberlebenden
  • Psychosoziale Aspekte der Trainingstherapie und Steigerung der Gesundheitskompetenz
  • Stellenwert von Bewegung und Sport in der Psychiatrie, Psychosomatik und Suchttherapie
  • Körper- und Sozialerleben im Kontext von Bewegung und Sport 
  • Vergleichende Studien im Rahmen von transnationalen Projekten und Entwicklungszusammenarbeit